Ich stelle mich vor, danke!

Als Thirtysomething mit Kindern hat man

a) wenig Zeit sich die Haare zu stylen und

b) schon jede Menge ausprobiert.

ich stelle mich vor

Wer wie ich die neunziger Jahre als Teenie verbracht hat – die Kindheit in den Achtzigern mit VoKuHiLa verschweige ich an dieser Stelle lieber – und die Frisurentrends der Jahrtausendwende miterlebt hat, um schließlich seine Haare in den heutzutage modischen Wellen zu tragen, der kann ein Lied von der Wandelbarkeit des Haarschopfes singen.

Die Föhnfrisur der Neunziger, am besten in Kombination mit der Rachel-Frisur aus der TV-Serie „Friends„, war der Frisurentrend vor zwanzig Jahren schlechthin. Auch meine Haare waren damals schulterlang und modisch durchgestuft, nur habe ich damals nicht bedacht, dass ich mit meinen Schnittlauchlocken einiges an Zeit aufwenden muss, um ein einigermaßen nennenswertes Ergebnis zu erzielen. Nach ein oder zwei Stunden war von der Rundbürsten-Fönpracht meist nichts mehr zu sehen, es sei denn, ich half mit ordentlich Haarspray nach, wodurch mein Styling dann aber schnell zur „Betonfrisur“ ausartete.

Natürlich hatte ich irgendwann die morgendliche Fön Orgie satt und ließ meine Haare wieder wachsen, die Stufen behielt ich jedoch bei. Auf diese Weise war ich nicht mehr gezwungen zu föhnen, wenn ich dazu keine Lust hatte. Geföhnt wurde dann eigentlich nur noch zu besonderen Anlässen, ansonsten tat es der einfache Haargummi, mit dem schnell ein halbwegs passabler Zopf gezaubert war. Dieser Langhaarstufenschnitt hat sich übrigens bis heute als Trend gehalten, was wahrscheinlich daran liegt, dass er vor allem an den Seiten ordentlich Volumen in die Frisur zaubert.

Ein paar Jahre nach der Jahrtausendwende lief der sogenannte Sleek Look dem klassisch gefönten Sufenschnitt den Rang für eine Weile ab und auch ich stand – ganz Fashion Victim – mit dem Glätteisen vorm Spiegel und „bügelte“ jede noch so kleine Welle aus meinen Haar heraus. Der Nachteil an dieser Frisur war zumindest für mich offensichtlich: Volumen gab es hier gar keins und mein von Haus aus wenig voluminöses Haar fiel noch mehr in sich zusammen.

Zum Glück dauerte es nicht lange und dank Victoria Beckham und Katie Holmes kam der Bob wieder in Mode. Rundbürste, Wellen oder einfach nur mit Gel verstrubbeln – endlich hatte ich eine Frisur mit der sich so einiges anstellen ließ. Am besten gefielen mir damals immer die leichten Wellen im Beach Look und nach und nach wurde mein Haar wieder länger, doch die Wellen behielt ich bei. Dieser Look der leichten Wellen, die an Strand, Meer und frischer Unkompliziertheit erinnern, führt seit geraumer Zeit einen Siegeszug durch die Badezimmer und Friseursalons und macht auch vor Promis nicht Halt.

Mein liebster Star im Wellen-Beachlook – oder auch Hollywoodwellenlook – ist und bleibt Angie Harmon. „Detective Jane Rizzoli“ trägt die Frisur wie keine andere und für mich ist sie damit meine Frisur Ikone. Doch wie zaubert man sich am besten die leichten Wellen ins Haar, und zwar so, dass sie auch nach ein paar Stunden noch gut aussehen?

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